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Lüner App: Steuerbelege mit dem Handy sammeln

Bericht in den Ruhr-Nachrichten 2016

NORDLÜNEN Steuererklärungen sind anstrengend, Belege sammeln auch. Der Lüner Steuerberater Thomas Grabowski hatte deshalb eine Idee – warum nicht eine App entwickeln lassen, mit der die Belege schnell und einfach das ganze Jahr über gesammelt werden können? Wir stellen den virtuellen Helfer fürs Smartphone vor.

„Ich bin auf die Idee gekommen, weil sich im Bereich der elektronischen Abwicklung von Steuer und Steuererklärung vieles getan hat und sich auch auf dem Steuerberatungsmarkt viel bewegt. Da wird sich noch eine ganze Menge wandeln und ich wollte etwas haben, mit dem man den Wandel praktisch einbindet“, erzählt Thomas Grabowski.

Weil junge Leute mittlerweile „mit dem Handy alles machen“, dachte er an eine App fürs Smartphone. Seit ein paar Tagen ist „Grabotax“ (steht für Grabowski und das englische Wort für Steuern) im App-Store und bei Google erhältlich. Kostenlos „für alle unsere Mandanten und die, die es werden wollen“, wie Grabowski sagt. Denn über die App könnten nun auch Mandanten aus Kiel oder München ihre Steuern bei der Nordlüner Kanzlei machen lassen.

Einfache Idee

Die Idee ist einfach – man kann Belege, wenn sie anfallen, mit dem Handy fotografieren und dann über die nach Jahren sortieren und hochladen. Sie landen dann auf elektronischem Wege bei der Kanzlei. „Das bietet auch die Möglichkeit, dass wir einen besseren Überblick bekommen und auch übers Jahr hinweg sehen, ob Beratungsbedarf besteht.“

Die App bietet auch noch einen kurzen Erklärfilm, in dem der „Steuerbowski“, ein Maulwurf, die Hauptrolle spielt. Weil Grabowski als Kind das Buch vom „Maulwurf Grabowski“ von seiner Tante geschenkt bekommen hat – „und ich den Anfang immer noch zitieren kann.“

Außerdem enthält die App einen Teil mit Infos, was an Belegen notwendig ist, wann man die Steuererklärung abgeben muss und wann mit einer Antwort des Finanzamtes zu rechnen ist. Diese Infos sollen nach und nach ergänzt und immer wieder aktualisiert werden.

Entwickelt hat die App die Berliner Firma „Thoughtfish“, die „Social Games“ entwickelt und zu der Grabowski private Kontakte hat. Geschäftsführerin und Mitinhaberin Christina Barleben und ihr Team tüftelten mit den Lüner Steuerfachleuten an der App, damit diese einfach zu bedienen ist. „Es gab viele Probeläufe und wir mussten natürlich auch den Aspekt Datenschutz berücksichtigen“, so der Steuerberater und Rechtsanwalt. Seit Oktober 2015 arbeiteten die Teams an der App.

Die ersten Reaktionen von Mandanten hat Grabowski schon bekommen: „Sie freuen sich, dass das Belegesammeln jetzt viel einfacher geworden ist.“